Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Öffentliche Präsentation des neuen Online-Zeitzeugenarchivs

Die Veranstaltung findet am 23. April 2018 um 15 Uhr im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin, statt. Hier finden Sie Programm und Anmeldung.

Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Über die deutsche Besatzung Griechenlands ist in Deutschland sehr wenig bekannt. In der griechischen Erinnerung sind die Okkupationszeit und die begangenen Verbrechen immer noch sehr präsent. Im Projekt "Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland" wurden lebensgeschichtliche Video-Interviews mit 90 griechischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auf Video aufgezeichnet. In einem Interview-Archiv werden die Lebensgeschichten bewahrt und für Bildung und Wissenschaft bereitgestellt.

"Griechenland unter Hitler"

„Für die Besucher, die Sommer für Sommer nach Griechenland strömen, bleibt die Zeit der deutschen Besatzung regelrecht unsichtbar, wenn sie am sonnendurchfluteten Strand liegen oder durch verlassene Tempel und Theater schlendern. In Griechenland verhält es sich wie woanders auch: Die Nachkriegswelt weiß ihren Ursprung gut zu verheimlichen. Es gibt aber auch diejenigen, die sich nicht täuschen lassen und suchen – so etwa hinter Gitterzäunen einst vornehmer, heute leer stehender und verwahrloster jüdischer Landvillen oder in Thessaloniki und in Chaidari, wo die neu errichteten Mehrfamilienhäuser die Sicht auf die einst berüchtigte „Bastille von Griechenland“ versperren, oder auch hinter dem dichten Gestrüpp auf der gesamten Landstraße, die sich in Serpentinen zwischen Ioannina und Arta erstreckt und die zurückgelassenen, inzwischen baufälligen Munitionslager der Deutschen birgt, – und die Reisenden sehen, dass einige Narben noch nicht verheilt sind“. Mark Mazower, Griechenland unter Hitler, S. 407.

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