Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Über die deutsche Besatzung Griechenlands ist in Deutschland sehr wenig bekannt. In Griechenland sind die Okkupation und die begangenen Verbrechen immer noch sehr präsent. Im Projekt "Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland" werden mindestens 70 lebensgeschichtliche Video-Interviews mit griechischen Zeitzeuginnen und Zeugen aufgenommen. Ihre Erinnerungen an die Besatzung werden für die Zukunft bewahrt und für das Internet aufbereitet.

Informationen zum Projekt

Film zum Projekt

Inside Hitlers' Greece

„Für die Besucher, die Sommer für Sommer nach Griechenland strömen, bleibt die Zeit der deutschen Besatzung regelrecht unsichtbar, wenn sie am sonnendurchfluteten Strand liegen oder durch verlassene Tempel und Theater schlendern. In Griechenland verhält es sich wie woanders auch: Die Nachkriegswelt weiß ihren Ursprung gut zu verheimlichen. Es gibt aber auch diejenigen, die sich nicht täuschen lassen und suchen – so etwa hinter Gitterzäunen einst vornehmer, heute leer stehender und verwahrloster jüdischer Landvillen oder in Thessaloniki und in Chaidari, wo die neu errichteten Mehrfamilienhäuser die Sicht auf die einst berüchtigte „Bastille von Griechenland“ versperren, oder auch hinter dem dichten Gestrüpp auf der gesamten Landstraße, die sich in Serpentinen zwischen Ioannina und Arta erstreckt und die zurückgelassenen, inzwischen baufälligen Munitionslager der Deutschen birgt, – und die Reisenden sehen, dass einige Narben noch nicht verheilt sind“. Mark Mazower, Inside Hitlers' Greece, Alexandreia, p. 407.

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