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Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland

Die deutsche Okkupation

Die Deutschen in Athen, 1941. Private Sammlung Georgios Chandrinos

Die Deutschen in Athen, 1941. Private Sammlung Georgios Chandrinos

Die deutsche Okkupation Griechenlands von April 1941 bis Oktober 1944 forderte mehr Opfer als in allen anderen nicht-slawischen Ländern. Obwohl ihre Auswirkungen bis heute in der griechischen Erinnerungskultur spürbar sind, bemerken wir ein Paradox: Trotz des enormen Forschungsaufwands in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg stellten internationale Forscher wie etwa der deutsche Historiker Dieter Pohl fest, dass über Griechenlands Rolle noch sehr wenig bekannt ist. Der Balkan und insbesondere Griechenland bilden weiße oder graue Flecken in der von der internationalen Historiographie erstellten “Europakarte“ des Okkupationsterrors und sind einer breiteren europäischen Öffentlichkeit gänzlich unbekannt.

Zeitleiste

28. Oktober 1940
Beginn des Angriffskriegs Italiens gegen Griechenland

14. November 1940 
Beginn der griechischen Gegenoffensive

März 1941
Italienische Frühjahrsoffensive

April 1941
Im Rahmen des Balkanfeldzuges überfällt Deutschland das Königreich Jugoslawien und das Königreich Griechenland und besetzt Thessaloniki. Am 27. April Einmarsch der Wehrmacht in Athen. Eroberung Kretas durch Gebirgsjäger (Unternehmen Merkur). Griechenland wird in drei Zonen unter deutscher, italienischer und bulgarischer Besatzung aufgeteilt.

Mai 1941
Gründung erster Widerstandsorganisationen. Dr. Günther Altenburg wird zum Bevollmächtigten des Reiches für Griechenland ernannt.

27. Mai 1941 
Ende der Kämpfe auf Kreta und Zerstörung des Dorfes Kandanos. In Athen wird die "Nationale Solidarität" gegründet.

30. Mai 1941
Zwei Studenten (Manolis Glezos und Apostolos Santas) holen die Hakenkreuzflagge von der Akropolis ein.

Juli 1941
Die Organisation "YVE" (Verteidiger Nordgriechenlands) wird gegründet, genauso wie die KKE-Widerstandsorganisationen "Odisseas Androutsos" und "Athanasios Diakos".  

20. August 1941
Georgios Polichronakis wird in Eptapirgio, Thessaloniki als Erster während der Okkupation hingerichtet.

9. September 1941
Der Nationale Republikanische Griechische Verband (EDES, Ethnikon Dimokratikon Eleftherotikon Metopo) wird von Napoleontas Zervas gegründet.

16. September 1941
Alle Wirtschaftsdelikte wie z.B. kleine Diebstähle werden mit der Todesstrafe bedroht.

27. September 1941
EAM (Ellinikon Apeleftherotikon Metopon, Nationale Befreiungsfront) wird gegründet.

28. September 1941
Aufstand in Drama: Für viele die erste Revolte im besetzten Europa. Mindestens 4.000-5.000 Griechen werden von den Bulgaren liquidiert.

Oktober 1941
Deutsche Säuberungsaktionen in Kerdyllia Serron (18.10) und Mesovouno Ptolemaidas (23.10). Hinrichtungen von 96 Personen in den Dörfern Kleisto, Kydonia und Ampelofyto Kilkis (25.10). Das türkische Schiff Kurtulus erreicht Griechenland mit einer Hilfslieferung.

16. Februar 1942
Aus der linksgerichteten Widerstandsgruppe EAM geht die Griechische Volksbefreiungsarmee (ELAS) hervor.

25. März 1942
Demonstrationen in Athen und anderen griechischen Städten zum Nationalfeiertag.

April 1942
Am 12.April beginnt ein zehntägiger Streik der Beamten. Die Postbeamten und Telegrafisten sind mobilisiert.

22. Mai 1942
Thanasis Klaras (Aris Velouchiotis) rekrutiert die ersten Partisanen für ELAS in Fthiotida.

11. Juli 1942
Alle jüdischen Männer zwischen 18 und 45 Jahren (9.000 Personen) werden auf dem Freiheitsplatz Thessaloniki versammelt. Sie werden zur Zwangsarbeit registriert und öffentlich gedemütigt: Die griechischen Wächter treiben sie mit Peitschenschlägen zu Gymnastikübungen an. 

20. Juli 1942
Mussolini besucht Athen.

28. Juli 1942
Napoleon Zervas gründet in Epirus die "Nationale Gruppe der griechischen Partisanen" (EOEA)

1. August 1942
Ankunft des Kommandos "Midas 614" von Ioannis Tsigantes in Mani

30. September 1942
Die "Nationalsozialistische Patriotische Organisation" (ESPO) wird von einem Sabotagetrupp der Widerstandsorganisation PEAN zerschlagen. Die ersten britischen Soldaten erreichen das besetzte Griechenland mit dem Fallschirm.

November 1942
Sprengung der Brücke in Gorgopotamos. Zwölf britische Geheimdienstsoldaten kooperieren mit griechischen Partisanen von ELAS und EDES.

2. Dezember 1942
Rücktritt von Premierminister Georgios Tsolakoglou – Konstantinos Logothetopoulos wird am folgenden Tag zum neuen Premierminister ernannt.

Dezember 1942
Der alte jüdische Friedhof in Thessaloniki wird zerstört. Die Initiative zur Aneignung des Friedhofsgeländes kommt nicht von den deutschen Besatzern, sondern von der griechischen Stadtverwaltung. An der Stelle des Friedhofs entsteht die Aristotelis-Universität – die größte Universität Griechenlands.

Januar 1943
Die Registrierung der Jüdischen Gemeinden Thessalonikis beginnt.

4. Februar 1943
Kostas Perikkos, der Gründer der Widerstandsorganisation PEAN, wird in Kaisariani hingerichtet.

Februar 1943
Gründung der Vereinigten Panhellenischen Jugendorganisation (EPON). Die Bestattung des nationalen Dichters Kostis Palamas wird zu einem historischen Ereignis, das die Einheit und die Freiheitsliebe der durch die deutsche Besatzung beherrschten griechischen Nation verkörpert.

Februar 1943
Am 6. Februar 1943 trifft das Sonderkommando der Sicherheitspolizei für Judenangelegenheiten mit den SS-Hauptsturmführern Dieter Wisliceny und Alois Brunner in Thessaloniki ein. Am selben Tag werden die Nürnberger Rassengesetze in Kraft gesetzt. Zwei Tage später wird das Tragen des Judensterns für die Juden Thessalonikis Pflicht. Ihre Geschäfte und Wohnungen werden gekennzeichnet und sie werden in Ghettos im Baron-Hirsch-Viertel und in zwei weitere Stadtteile in der Nähe des Bahnhofs umgesiedelt.

4. März 1943
Juden aus Thrakien und Makedonien werden von den Bulgaren verhaftet und nach Treblinka deportiert und ermordet.

5. März 1943
Große Demonstration in Athen gegen die von den Nazis in Gang gesetzte „Zivilmobilisierung“ zur Zwangsarbeit in Deutschland. Zusammenstöße mit der Polizei und den Besatzungstruppen, dabei stürmen Demonstranten das Arbeitsministerium und vernichten die Listen von den Arbeitern, die nach Deutschland deportiert werden sollten. Noch am gleichen Abend geben die deutschen Behörden bekannt, dass die Pläne zur Zivilmobilisierung zurückgezogen wurden. Es folgen viele Tötungen.

März 1943
Am 1. März werden alle jüdischen Familien in Thessaloniki aufgefordert, ihr Vermögen zu deklarieren. Am 8. März errichtet die griechische Regierung die Dienststelle zur Verwaltung des Judenvermögens (YDIP) unter dem Juristen Elias Douros. YDIP führt entsprechende Übergabe- und Übernahmeprotokolle für die Beschlagnahme des jüdischen Vermögens.

15. März 1943
Der erste Zug mit 2.500 Juden verlässt Thessaloniki in Richtung Auschwitz.

April 1943
Ioannis Rallis wird Premierminister des besetzten Griechenlands. ELAS richtet 33 deutsche Gefangene hin und erklärt den Deutschen den Krieg.

5. Mai 1943
Deportation der Juden aus Didimotichon, Nea Orestiada und Soufli.

10. Juni 1943
Operation "Animals": SOE-Kairo (Special Operations Executive, die Winston Churchill ins Leben gerufen hat, um »Europa in Brand zu setzen«) befiehlt dem Chef der Britischen Militärmission (BMM) bei den Andarten, Eddie Myers, die großangelegte Diversionsoperation "Animals", welche von der alliierten Landung in Sizilien ablenken sollte. Sie wird durch verstärkte Angriffe der Royal Air Force auf deutsche Anlagen in Griechenland begleitet, die den Okkupanten erhebliche Verluste zufügt.

18. Juni 1943
Gründung der Sicherheitsbataillone durch die griechische Kollaborationsregierung

21. Juni 1943
Kampfhandlungen der ELAS gegen die Deutschen in Sarantaporo Elassonas. 100 Deutsche werden getötet.

25. Juni 1943
Generalstreik gegen die Exekution von Geiseln durch die Besatzungsmacht. 

Juli 1943
Kampfhandlungen der ELAS gegen die italienischen Besatzer in Leontion Achaias (10.07.). Das "Vereinte Andartenhauptquartier" wird in Pertouli Trikalon gegründet (18.07.). Kämpfe der EDES mit Italienern in Makrinoros (14.– 22.07.). Massendemonstration in Athen gegen die bulgarische Annexion des „griechischen“ Mazedoniens. Ungefähr 70 Menschen werden getötet (22.07.).

25. Juli 1943
Massaker von Moussiotitsa/Epirus. Die Deutschen erschießen 154 Frauen und Kinder und setzen das Dorf in Brand.

16. August 1943
Massaker von Kommeno: Die Deutschen exekutieren 317 Einwohner, darunter 97 Kinder im Alter von ein bis fünfzehn Jahren und setzen das Dorf in Brand.

12. September 1943
Alliierte militärische Operationen auf den Ägäischen Inseln.

13. bis 14. September 1943
Massaker von Vianno und Ierapetra auf Kreta. Die Deutschen erschießen 451 Einwohner.

18. September 1943
4.635 italienische Gefangene werden von den Deutschen in Kefallonia hingerichtet.

26. September 1943
Kampf um die Rückeroberung der Insel Leros von den Deutschen.

03. Oktober 1943
Massaker in Ligiades/Ioannina. Von den Nazis werden 85 Einwohner hingerichtet.

10. Oktober 1943
Kampfgeschehen zwischen ELAS und EDES in den Bergen von Epirus.

15. Oktober 1943
Eine deutsche Kompanie wird durch ELAS in Parnitha getötet.

18. Oktober 1943
Große Säuberungsaktionen der Deutschen in Zentralgriechenland (Aktionen Panther, Puma, Tiger)

22. November 1943
Rückeroberung der griechischen Insel Ägäis durch die Deutschen

26. November 1943
Die Nazis exekutieren 118 Gefangene in Monodendri/Sparti.

13. Dezember 1943
Massaker in Kalavryta. 499 Personen werden getötet. Zusammen mit den Nachbardörfern werden insgesamt 696 Menschen beim "Unternehmen Kalavryta" exekutiert.

4. Januar 1944
Gegenangriff der EDES. Zurückwerfen der ELAS bis zum Acheloos. Piräus wird von der amerikanischen Luftwaffe bombardiert. Ungefähr 600 Menschen werden getötet.

1. Februar 1944
Die griechischen Kollaborateure der Besatzungsmächte ermorden in Nea Makri, Kilkis 80 Freiheitskämpfer und setzen das Dorf in Brand.

15. Februar 1944
Verhandlungen in Myrofyllo, Plaka: Waffenstillstandskonferenz zwischen EAM und EDES. Auf Drängen der EAM einigt man sich auf eine scharfe Verurteilung des Treibens der bewaffnteten Kollaborateure.

3. März 1944
In Larissa werden 340 Personen in Ampelakia verhaftet; einige davon werden nach Deutschland deportiert.

7. März 1944
In Kaissariani wird die erste Razzia durchgeführt. Weitere Verhaftungen und sieben Exekutionen an Ort und Stelle.

8. März 1944
In Larissa werden 100 Personen von den Nazis in Asmaki erschossen. Darunter auch Frauen und ein Schüler.

9. März 1944
Die Deutschen erschießen im Konzentrationslager Chaidari in der Nähe von Athen 53 Personen.

10. März 1944
EAM verkündet die Bildung des Politischen Komitees der Nationalen Befreiung (PEEA). Alexandros Svolos, ein namhafter linksliberaler Jura- Professor, übernimmt einige Wochen das Amt des Vorsitzenden.

23. bis 25. März 1944
Die Juden von Athen, Chalkis, Kastoria, Ioannina, Arta, Preveza, Larissa, Trikala und Volos werden verhaftet.

1. April 1944
Aufstand einiger in Ägypten stationierter griechischer Marineeinheiten, die die linke EAM-Bewegung unterstützen, gegen die Briten.

5. April 1944
Das Massaker von Kleissoura. Von den Nazis und ihren griechischen Handlagern werden 270 Frauen, Kinder und alte Männer in Kleissoura bei Kastoria exekutiert. Die Ortschaft wird völlig zerstört und niedergebrannt.

8. April 1944
50 Gefangene werden auf dem Schießplatz Kaissariani exekutiert.

14. April 1944
In Agrinio werden 120 Einwohner von Kollaborateuren erschossen.

17. April 1944
ELAS löst das "5/42 Evzonen-Regiment" auf. Der Führer Dimitrios Psaros wird ermordet.

22. April 1944
Unternehmen Maigewitter in Vermio: 318 Frauen und Kinder werden in Pyrgos/ Eordaia bei Kozani exekutiert.

25. April 1944
In Karakolithos/Livadia werden 138 Gefangene aus Kiriaki, Distomo, Lamia, Livadia erschossen.

26. April 1944
Georgios Papandreou wird Premierminister der Exilregierung in Kairo.

1. Mai 1944
Exekution von 200 Kämpfern aus dem Gefängnis in Chaidari auf dem Schießplatz von Kaissariani. Fast alle sind Kommunisten.

17. bis 20. Mai 1944
Nahe Beirut treffen sich unter dem Vorsitz von Georgios Papandreou Vertreter aller wichtigen Parteien Griechenlands und Vertreter der EAM/PEEA, EDES und EKKA. Ziel der Konferenz ist die Bildung einer Einheitsregierung. An den PEEA Wahlen sollen über eine Million Menschen teilgenommen haben. 

6. Juni 1944
Hinrichtung von 101 Geiseln in Diavata bei Thessaloniki.

10. Juni 1944
Massaker von Distomo: SS-Soldaten exekutieren in Distomo bei Livadia 218 Frauen und Kinder und brennen das Dorf nieder.

1. August 1944
ELAS Angriff auf Velestino

5. August 1944
Deutsche Operation "Kreuzotter" in Zentralgriechenland. Tausende Partisanen und 130 Deutsche werden getötet.

17. August 1944
Razzia (Mploko) von Kokkinia: Ca. 100 Männer werden gleich an Ort und Stelle erschossen, und zwischen 3.000 und 4.000 Männer werden nach Chaidari gebracht, von denen später über 1.000 zur Zwangsarbeit deportiert werden.

2. September 1944
Das Massaker von Chortiatis in der Nähe von Thessaloniki. 149 Bewohner der Ortschaft werden durch das Jagdkommando Schubert, eine Wehrmachtseinheit von griechischen Kollaborateuren unter dem Kommando von Fritz Schubert, im Rahmen einer „Vergeltungsaktion“ ermordet.

14. September 1944
104 Personen werden in Giannitsa, Pellas hingerichtet.

9. bis 24.September 1944
22 Luftangriffe auf Thessaloniki

26. September 1944
Abkommen von Caserta: Mit diesem Vertrag werden die ELAS-Kämpfer/innen dem General der britischen Landungstruppen unterstellt.

12. Oktober 1944
Abzug der deutschen Truppen aus Athen

23. Oktober 1944
Befreiung Larissas

3. Dezember 1944
Schlacht um Athen (Dekemvriana), bei der es zu mehrtägigen Kämpfen zwischen der ELAS einerseits und den Regierungstruppen unter Beteiligung britischer Truppen andererseits kommt. Die Regierungstruppen bzw. Briten vertreiben Mitte Dezember 1944 die ELAS-Kräfte aus Athen und Umgebung.

Literatur

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